Insektenschutzmittel

Bürgermeinungen zur Genehmigung von Insektenschutzmitteln

Meinungen der Bürger zur Genehmigung von Insektiziden und Glyphosathaltigen Spritzmitteln

Datenbasis: 1.001 Befragte
Erhebungszeitraum: 27. und 30. April 2018
statistische Fehlertoleranz: +/- 3 Prozentpunkte
Auftraggeber: Umweltinstitut München e.V.

In Deutschland gibt es heute im Durchschnitt 76 Prozent weniger Fluginsekten als noch 1989. Umweltschützer machen dafür Insektengifte in der Landwirtschaft verantwortlich. Der Bauernverband betont dagegen die Wichtigkeit der Mittel, um den Befall von Kulturpflanzen mit Schädlingen in Schach zu halten. In Deutschland liegen nun Zulassungsanträge für Insektizide mit drei neuen Wirkstoffen vor. Auch diese sind für Bienen und andere Fluginsekten giftig. Nur eine kleine Minderheit der Bürger (7 %) ist der Meinung, dass diese Spritzmittel in Deutschland genehmigt werden sollten. 88 Prozent sprechen sich dagegen aus.

Glyphosat wird in der Landwirtschaft, in Gärten, Parks und auf den Gleisen der Deutschen Bahn als Wirkstoff in Unkrautvernichtungsmitteln eingesetzt. Die Krebsforschungsagentur der Weltgesundheitsorganisation hält Glyphosat für wahrscheinlich krebserregend, die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit hält es dagegen bei richtiger Anwendung für sicher.

16 Prozent der befragten Bundesbürger sind vor diesem Hintergrund der Meinung, dass Glyphosathaltige Spritzmittel in Deutschland genehmigt werden sollten. Eine Mehrheit von 81 Prozent spricht sich jedoch dagegen aus.

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